Fastenzeit

Fastenzeit 2021

Wie Sie in der Familie, als Jugendlicher/ junger Erwachsener oder älterer Mensch die Fastenzeit erleben können, das erfahren Sie auf dieser Seite. Gebete, Musiken, Buchtipps, Online-Exerzitien uvm. haben unsere Häuser, Einrichtungen und Referate für Sie zusammengestellt. Viel Freude bei der Vorbereitung auf Ostern!

#werglaubtistnieallein

#werglaubtistnieallein geht 2021 weiter! Corona wird uns (leider) auch in diesem Jahr und wohl noch länger begleiten. Deshalb haben wir hier auf dieser Seite wieder etliche Angebote für Sie und Ihre Familie für ein “sicheres Glaubensleben” zusammengestellt.

Fastenzeit in der Familie

Gutes fin­den und Gutes tun – Mit die­sem Titel lädt das Fami­li­en­re­fe­rat Sie und Ihre Fami­lie ein, die Fas­ten­zeit gemein­sam zu erle­ben. Die Ideen­samm­lung mit vie­len Impul­sen, Gebe­ten und Geschich­ten, Bas­te­lei­en und Deko-Vor­schlä­gen usw. beglei­tet Sie durch die Fas­ten­zeit in Vor­be­rei­tung auf das Oster­fest. Hier zum Downloaden:

Fastenzeit in der FamilieFaltblatt Familienzeit-Fastenzeit

IM EINKLANG SEIN – „Exerzitien im Alltag“ online


Die ​“Exer­zi­ti­en im All­tag” wird es in der Fas­ten­zeit online geben. Ab 22. Febru­ar stellt das Exer­zi­ti­en­re­fe­rat Impul­se, bibli­sche Tex­te, Gedan­ken und Gebe­te wöchent­lich auf unse­re Web­site. ​“IM EIN­KLANG SEIN — Impul­se zum Son­nen­ge­sang des Franz von Assi­si” lau­tet das The­ma die­ses Jahr. Herz­li­che Ein­la­dung an Sie alle, sich eine klei­ne Aus­zeit vom All­tag zu nehmen!
Exerzitien im Alltag 2021 – Online
Das Exerzitienreferat bietet in der Woche nach dem Aschermittwoch für die Fastenzeit 2021 “Exerzitien im…

Musikalisch durch die Fastenzeit

Egal, ob für Ihren Haus­got­tes­dienst, eine klei­ne Gebets­zeit zwi­schen­durch oder eine Medi­ta­ti­on: die Musik­stü­cke unse­rer Kir­chen­mu­si­ker beglei­ten Sie durch die Fas­ten­zeit. Tag­zei­ten­lit­ur­gien, Orgel­m­edi­ta­tio­nen uvm. laden zum Mit­be­ten, Mit­sin­gen oder ein­fach nur Zuhö­ren ein.
Musik für Zuhause & Unterwegs
Was wäre unser Glaubensleben ohne Musik? Es wäre wohl sehr viel ärmer. Und so bereichern Sie unsere Kirchenmusiker, Einrichtungen, Häuser und Referate mit etlichen Musik- und Gesangsstücken, passend beispielsweise für Ihren Hausgottesdienst oder eine kleine Gebetszeit zwischendurch und natürlich auch gerne zum Mitsingen!

erd-verbunden – Exerzitien online

“erd-ver­bun­den” hei­ßen die neu­en Online-Exer­zi­ti­en im All­tag von ​“mis­sio” und ​“Mis­si­on — eine Welt”. Die geist­li­chen Übun­gen laden Sie dazu ein, sich mit Natur und Schöp­fung neu und tie­fer ver­bun­den zu füh­len — ganz im Sin­ne von Kli­ma- und Umwelt­schutz. Den Fly­er mit allen Infor­ma­tio­nen fin­den Sie hier:
erd-verbunden – Exerzitien online
„Missio“ und „Mission – eine Welt“ bieten Online-Exerzitien im Alltag an und reagieren damit auf die…

Als Paar durch die Fastenzeit

„Sie­ben Wochen neue Sicht“ lau­tet das Online-Ange­bot für (Ehe-)Paare für die dies­jäh­ri­ge Fas­ten­zeit. Das Fami­li­en­re­fe­rat lädt Paa­re zu Per­spek­tiv­wech­sel, Neu­gier und Anfän­ger­geist ein – kurz: einem klei­nen Bezie­hungs­up­date. Das Online-Ange­bot mit wöchent­li­chen digi­ta­len Kar­ten und Impul­sen ist kos­ten­los. Wei­te­re Infos und Anmel­dung fin­den Sie hier:
Beziehung leben
Ehe ist Erfül­lung — und manch­mal har­te Arbeit. Wir wol­len euch in die­sem Pro­zess stär­ken, egal, an wel­chem Punkt ihr als Paar steht.

Das Kreuz umfassen – Buchtipp für die Fastenzeit

Ver­schie­de­ne Kreuz­we­ge mit Tex­ten und kunst­vol­len Bil­dern stim­men Sie im Buch ​“Das Kreuz umfas­sen” von Dom­vi­kar Dr. Bern­hard Kirch­gess­ner in der Fas­ten­zeit auf Ostern ein. Das bei HER­DER erschie­ne­ne Werk gibt es auch im Dom­la­den Pas­sau zu kau­fen, online oder via Click&Collect.

Aschermittwoch:
Aschenkreuz und saurer Hering

Der Tag, an dem die Fastenzeit beginnt



Das närrische Treiben findet ein Ende, die Fastenzeit beginnt. An ihrem Anfang steht der Aschermittwoch mit dem Aschenkreuz. Was es mit diesem Brauch auf sich hat und welche Geschichte und Traditionen mit dem Aschermittwoch verbunden sind, erklärt katholisch.de.
“Am Aschermittwoch ist alles vorbei…”, heißt es in einem bekannten Karnevalslied. Doch der Abgesang auf das närrische Treiben markiert für Christen zugleich einen neuen Anfang: Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit – auch österliche Bußzeit genannt. 40 Tage lang bereiten sich die Gläubigen durch Besinnung, Buße und Verzicht auf das kommende Osterfest, das höchste Fest im Kirchenjahr, vor.
Biblisches Vorbild für die 40-tägige Fastenzeit ist die Erzählung von der Versuchung Jesu: Dieser hatte 40 Tage und Nächte in der Wüste gefastet, wo er den Versuchungen des Teufels widerstehen musste (Mt 4,1-11). Erst hiernach begann er sein öffentliches Wirken. Wie Jesus fasten also auch die Gläubigen in Vorbereitung auf etwas Größeres.
Ursprünglicher Beginn der Fastenzeit
Ursprünglich begann die kirchliche Fastenzeit am sechsten Sonntag vor Ostern. Papst Gregor der Große (590-604) verlegte den Anfang jedoch auf den vorangehenden Mittwoch. Da die Sonntage vom Fasten ausgenommen waren, gewann man auf diese Weise exakt 40 Fasttage bis zum Osterfest. Zudem markierte jener Mittwoch schon in der Alten Kirche den Beginn der öffentlichen Kirchenbuße: Damals legten sich Büßer ein Bußgewand an und wurden mit Asche bestreut; erst am Gründonnerstag wurden sie wieder zur Kommunion zugelassen. Hier liegt der Ursprung des Namens “Aschermittwoch”. Das Datum hängt vom beweglichen Ostertermin ab, sodass Aschermittwoch frühestens auf den 4. Februar, spätestens auf den 10. März fallen kann.



Als die Praxis der Kirchenbuße abgeschafft wurde, ging die Tradition der Aschenbestreuung im 11. Jahrhundert auf die ganze Gemeinde über und wurde Teil der Liturgie. Männern wurde die Asche zunächst über das Haupt gestreut, während Frauen bereits ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet bekamen. Ab dem 12. Jahrhundert wurde diese Asche aus den verbrannten Palmzweigen des Vorjahres gewonnen – so bis heute.
Der Ritus der Aschenbestreuung ist seit der Liturgiereform von 1969 nach der Homilie (Predigt) vorgesehen. Im Gottesdienst besprengt der Priester die Asche mit Weihwasser und segnet sie. Dann zeichnet er den Gläubigen das Aschenkreuz auf die Stirn. Dabei spricht der Priester “Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst” oder alternativ die Worte Jesu: “Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium” (vgl. Mk 1,15b).
Vergänglichkeit, Umkehr, Buße
Die Asche soll den Menschen an seine eigene Vergänglichkeit erinnern und symbolisiert, dass Altes vergehen muss, damit Neues entstehen kann. Mit dem Aschenkreuz auf der Stirn bekennen die Gläubigen öffentlich ihre Bereitschaft zu Umkehr und Buße. Gleichzeitig symbolisiert die Asche in Kreuzesform, dass für Christen Kreuz und Tod nicht das Ende bedeuten, sondern den Anfang eines ewigen Lebens bei Gott.



Vor Aschermittwoch werden die im Jahr zuvor verteilten Palmzweige verbrannt, um die Asche für die Aschenkreuze herzustellen.

Der Aschermittwoch gilt als strenger Fast- und Abstinenztag: Gläubige sollen an ihm kein Fleisch essen, und es sind lediglich eine einmalige Sättigung sowie morgens und abends je eine kleine Stärkung vorgesehen. Auch das leitet sich aus der Heiligen Schrift ab: Hier wird der “fleischlich” gesinnte dem geistlich gesinnten Menschen gegenübergestellt (z.B. Röm 8,5). Der symbolisch vollzogene Abschied vom Fleisch zum Beginn der Fastenzeit soll also helfen, sich auf das geistliche Leben und somit auf Gott zu besinnen. Strenge Fastenvorschriften existierten früher für die gesamte Bußzeit, mittlerweile nur noch für den Aschermittwoch und den Karfreitag – den Sterbetag Jesu.
Asche auf mein Haupt!
Eine traditionelle Speise zum fleischlosen Aschermittwoch ist bis heute der saure Hering. Doch das Fasten betrifft nicht allein die Ernährung, sondern kann in vielerlei Formen geübt werden: Neben dem Verzicht auf bestimmte Speisen wie Fleisch, Süßigkeiten oder auf Alkohol gibt es heute auch Initiativen wie das “SMS-Fasten” oder “Autofasten”.
Der Aschermittwoch hat auch sprachlich einen festen Platz im Alltag gefunden: So leiten sich bekannte Redensarten wie “Asche auf mein Haupt” und “in Sack und Asche gehen” von der Symbolik dieses Tages ab. Seit den 1950er Jahren gibt es in vielen Städten Deutschlands den sogenannten “Aschermittwoch der Künstler”, der auf den französischen Schriftsteller Paul Claudel zurückgeht. Die Veranstaltung verbindet den Aschermittwochs-Gottesdienst mit einer künstlerischen Akademie. Der “politische Aschermittwoch” wiederum bezeichnet die traditionell am Aschermittwoch stattfindenden Versammlungen der deutschen Parteien, auf denen es teils zu derben rhetorischen Schlagabtauschen kommt.

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