PFARREIEN­GEMEINSCHAFT
Künzing -  Wallerdorf - Forsthart

✨ 💫 2. Advent 💫 ✨
Das zweite Licht erhellt mehr noch die Nacht.
Es erhöht Dir die Freude am Leben.
Es verdoppelt das Licht und erleuchtet sacht
auch die dunklen Bereiche daneben.
Das zweite vereint sich mit dem ersten Licht,
verstärkt so die Wärme der Seele.
Es wirft ein Strahlen in Dein Gesicht
und lockert zum Singen die Kehle.
Das neue Licht zum zweiten Advent
harmoniert mit dem auf dem Kranz.
Gemeinsam verstärken sie den Moment,
der verleiht Deinen Augen
diesen strahlenden Glanz.

Namenstage heute

Reinmar (Romaricus, Romarich, Raimarius), Abel, Pierre (Peter), Liborius, Eucharius, Valerie (Valeria, Valeska)

Gebet des Tages

Allmächtiger Gott,
gib, dass wir die Ankunft deines Sohnes
mit großer Wachsamkeit erwarten

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Kalenderblatt

Pierre Fourier
Pierre Fourier (1565-1640) meinte es ernst mit seinem Leitspruch: “Allen nützen, niemandem

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Lesung Evangelium

Hättest du doch auf meine Gebote geachtet!
So spricht der HERR, dein Erlöser,
der Heilige Israels:

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Bereitet den Weg des Herrn

Helene Uhrmann-Pauli, Leiterin vom Referat Familienpastoral, in der Predigt zum 2. Adventsonntag
am 04. Dezember 2022.

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Der Himmel kommt ganz nahe…

Gedanken von
Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium
04. Dezember 2022.

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Liebe Angehörige unserer Pfarreiengemeinschaft,
sehr geehrte Besucher dieser Homepage,
liebe Mitchristen

wir feiern den 3. Advent („Gaudete!“ das heißt „Freuet euch!“) und im Mittelpunkt des Sonntagsevangeliums steht Johannes der Täufer. Eine adventliche Gestalt, die uns Jahr für Jahr auf Weihnachten einstimmt. Johannes nimmt uns bildlich gesprochen an die Hand und führt uns – mit allerlei Ermahnungen – an die Krippe. Geschichtlich betrachtet ist das natürlich absolut unmöglich. Als Jesus zur Welt kam, war Johannes ein Säugling von wenigen Monaten. Und was das „Hinführen zu Jesus“ betrifft, ist die Rolle des Johannes keineswegs so eindeutig, wie das die Volksfrömmigkeit annimmt.
Gewiss hat Johannes das „Kommen Gottes“ in unsere Welt angekündigt, wobei er vor allem die richterliche Funktion des „Kommenden“ betont hat. Vor seinem geistigen Auge sah er die Gestalt eines „Feuer-Täufers“, der in einem großen Strafgericht die endgültige Trennung von Guten und Bösen vollziehen wird. Als dann Johannes sein öffentliches Wirken abbrechen musste (sein Landesherr ließ ihn ins Gefängnis werfen, weil er in der Täuferbewegung einen politischen Unruheherd sah!), trat Jesus auf den Plan und machte durch seine Predigten und Wundertaten von sich reden. Dem Bild vom Richter mit Feuer und Schwert, das Johannes im Herzen trug, entsprach Jesus freilich nicht. Aber er zog die Massen an. Er sprach zu ihnen in begeisternden Worten und Bildern von der anbrechenden Gottesherrschaft. Er übte Kritik an einer äußerlich gewordenen Frömmigkeit und einem erstarrten Kultbetrieb. Er verkündete eine Ethik der Liebe und begleitete seine Reden durch Heilungswunder.
War dieser Rabbi aus Nazaret vielleicht doch „der Kommende“, der Gottesmann der Endzeit, der Heiland und Richter der letzten Tage? Wenn ja, warum trat er dann nicht energischer auf, warum ließ er keine spektakulären Zeichen sehen, die jeden zur Unterwerfung und zum Glauben zwangen?
Der eingekerkerte und isolierte Johannes hatte viel Zeit, sich solche Fragen durch den Kopf gehen zu lassen. Er hatte Zeit zu glauben und zu hoffen, aber auch zu zweifeln und zu hadern.
Schließlich schickte er seine Jünger zu dem neuen Gottesmann und Wundertäter und ließ ihn direkt fragen: „Bist du es, der da kommen soll, oder müssen wir auf einen anderen warten?
Die Frage ist an Jesus gerichtet und bezieht sich auf seine Person. Sie zielt auf sein Selbstverständnis und auf seine Rolle im Heilsplan Gottes. – Natürlich sind wir nun alle gespannt, wie Jesus mit dieser Frage umgeht. Wie des Öfteren gibt Jesus eine originelle Antwort. Er biegt nämlich die Frage der Johannes-Jünger gewissermaßen um, indem er ihre Aufmerksamkeit von seiner Person ablenkt und auf die „Zeichen der Zeit“ richtet.
Sinngemäß sagt er: „Liebe Freunde, erfindet keine theologischen Theorien über mich, sondern verlasst euch zunächst einmal auf eure Augen und Ohren. Erzählt eurem Meister, was ihr hört und seht: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote stehen auf, und den Armen wird eine Frohe Botschaft verkündet. – Und dann könnt ihr in einem zweiten Schritt deuten, was ihr wahrgenommen habt. Der Prophet Jesaja zum Beispiel hat all das, was ich eben aufgezählt habe, als Zeichen der anbrechenden Gottesherrschaft vorausgesagt. Für ihn erfüllten sich in einem Menschen, der solche Wunder zu wirken vermag die Heilshoffnungen Israels.“
Es gehört zur theologischen und literarischen Qualität unseres Evangeliums, dass es hier abbricht. Würde uns geschildert, wie der gefangene Johannes auf die Botschaft seiner Jünger reagiert hat, dann wäre er der Betroffene und wir wären aus dem Schneider. – So aber sind wir selber mit der Antwort Jesu konfrontiert. Jeder von uns ist gezwungen sich seinen „persönlichen Reim“ darauf zu machen. Und damit wird der Täufer doch zu dem, als den wir ihn einleitend bezeichnet haben: Er führt uns, indem er uns an seinen Zweifeln teilnehmen lässt, indirekt zu Jesus. Indem wir mit Johannes fragen: „Herr, wer bist du?“ , sind wir schon unterwegs nach Betlehem. Und wir haben das Gefängnis unserer selbst gemachten Gottesvorstellungen hinter uns gelassen.


Einen von der Freude über den nahenden Herrn erfüllten 3. Advent
(„Gaudete!“ heißt ja „Freuet euch!“)
und eine gelingende neue Woche
wünscht Pastoralreferent

`Rudolf Leimpek´

Hausgottesdienst


Pfarreiengemeinschaft Künzing, Wallerdorf, Forsthart
Pfarramt Künzing
St. Severin-Str. 6
94550 Künzing


Email: pfarramt.kuenzing@bistum-passau.de

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