
Naturpark Rieserferner-Ahrn


@Merci: Limma
…
MARIÄ AUFNAHME IN DEN HIMMEL
Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich
unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus.
Namenstage heute
Altfried, Arnulf, Assunta (Fest), Hyazinth, Mechthild, Napoleon, Stanislaus, Tarsicius
Gebet des Tages
Allmächtiger Gott,
du hast die Jungfrau Maria
zur Mutter deines ewigen Sohnes erwählt.
Kalenderblatt
Mariä Aufnahme in den Himmel
Der gebräuchliche Name „Mariä Himmelfahrt“ ist missverständlich, denn „aktiv“ fährt nur einer in den
Lesung Evangelium
Das Wort des HERRN erging an mich:
Wie kommt ihr dazu,
auf dem Ackerboden Israels das
Im Kleinen den Großen entdecken
Ein Impuls
zum Sonntag am 9. August 2026
von Pfarrer
Peter Kieweg
Liebe Angehörige unserer Pfarreiengemeinschaft,
sehr geehrte Besucher dieser Homepage,
liebe Mitchristen
„Alles was atmet, lobe den Herrn!“, so lesen wir es im einhundertfünfzigsten der Psalmen der Heiligen Schrift.
Wir Menschen singen zur höheren Ehre Gottes. Was haben Komponisten wie Händel, Bach, Mozart und unzählige weitere nicht alles zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen komponiert!
Wir jauchzen im „Exsultate“ von Mozart von ganzem Herzen auf, wir jubeln innerlich mit beim „Jauchzet Gott in allen Landen!“ Bachs und wir staunen vor Gottes erhabener Größe bei Händels „Halleluja“!
Wir sagen auch von den Vögeln, dass sie zur Ehre Gottes, ihres Schöpfers, singen, wenn sie in der Dämmerung den nahenden Morgen begrüßen.
Schön und gut!
Aber was ist mit den Hunden?
Unvergessen bleibt für mich Ludwig Otto Maximilian Luitpold, mein über alles geliebter Freund und jahrelanger Begleiter!
Nur weil der Hund vielleicht keine so lieblichen Töne hervorzubringen imstande ist, muss sein Bellen deshalb weniger als Lob Gottes einzustufen sein?
Zu dieser Überlegung kam ich einmal am „großen Frauentag“, dem 15. August.
An Mariä Himmelfahrt feiern wir in Künzing, wenn das Wetter es zulässt, den Festgottesdienst immer im Pfarrgarten. Die gewaltige alte Trauerweide gab damals wunderbaren Schatten, die Brunnen plätschern munter, es war eine nahezu paradiesische Stimmung. Der Kapellenerhaltungsverein Langkünzing, unser damaliger Mütterverein und die politische Gemeine steuerten die Sitzgelegenheiten für die vielen Besucher bei. Nach dem Gottesdienst gab es damals immer Grillwürstl mit Kraut, Bier und Kaffee und Kuchen: dann war da eine Stimmung wie in einem Biergarten!
Aber zuerst feierten wir die Messe!
„Maria wurde mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen!“, so lautet die Botschaft dieses festlichen Tages. Die ganze Schöpfung, die „wie in Geburtswehen stöhnt“ (Röm 8, 22), jubelt, dass Gott sein Versprechen der Auferstehung und Erlösung an uns Menschen wahr macht! Mariens Aufnahme in den Himmel ist keine Ausnahmeerscheinung, sondern der Anfang, dem wir durch Gottes Gnade und Barmherzigkeit alle nachfolgen werden!
Wir freuen uns an der durch Gottes Liebe erlösten Schöpfung, wir segnen die Blumen und Kräuter und freuen uns auf diese verklärte, uns zugesagte herrliche Zukunft!
In dieser jubelnden Stimmung feierten wir damals also im Garten unseren Gottesdienst. Ludwig war die vielen Menschen nicht gewohnt, lebten wir beide ansonsten doch eher etwas zurückgezogen in unserem Künzinger Pfarrhaus. Und das große Tor zur St.-Severinstraße stand an jenem Tage auch weit offen, damit jeder hereinkommen konnte und mitfeiern durfte, auch wenn er vielleicht nur zufällig bei uns vorbeikam.
Ludwig war währenddessen in der Wohnung, die Tür zum Balkon allerdings hatte ich offengelassen, damit er auch ins Freie gehen konnte, so wie er es vielleicht wollte.
Ludwig bemerkte nun bald unser festliches Feiern, unser frommes Beten, unser jubelndes Singen im sommerlich blühenden Garten. Flugs streckte er sein Köpfchen zwischen die Bretter des Balkongeländers und sang bald aus Leibeskräften freudig mit. Ob er wirklich alle Strophen von „Wunderschön prächtige, hohe und mächtige…“ oder von „Segne Du, Maria“ kannte, kann ich nicht sagen. Er jubelte und sang mit solcher Inbrunst seines kleinen Hundeherzchens, dass es eine wahre Lust war!
Gut, einige Besucher waren vielleicht zuerst etwas irritiert und blickten etwas fragend nach dem Balkon hinauf, aber dann freuten sich doch alle über Ludwigs lauten Lobgesang zur Freude der Menschen, zum Preis der in den Himmel aufgenommenen Gottesmutter und zur höheren Ehre des Schöpfers, der auch ihm in seiner Weisheit und Güte das Leben schenkte!
„Die ganze Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.“, schreibt der Hl. Paulus in seinem Römerbrief (Röm 8,21).
Darum durfte er auch bei einem solchen Gottesdienst so laut bellen wie er es für richtig hielt:
„Alles was atmet, lobe den Herrn! Halleluja“
(Ps 150, 6)
Jetzt ist Ludwig schon einige Jahre drüber bei der Gottesmutter im himmlischen Garten. Ich vermisse ihn noch immer sehr!
Und doch weiß ich, dass wir uns einmal wiedersehen werden, wenn Gott alles in allem vollendet und die ganze Schöpfung heimholt in sein Reich!
Einen gesegneten Sonntag und eine gelingende
und gesunde Woche wünscht Ihnen allen
Ihr
´Alfred Binder´, Pfr.

Pfarreiengemeinschaft Künzing, Wallerdorf, Forsthart
Pfarramt Künzing
St. Severin-Str. 6
94550 Künzing
Email: pfarramt.kuenzing@bistum-passau.de

