
Südtirol


@Merci: Andi
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KREUZERHÖHUNG
Darum hat ihn auch Gott erhöht
und hat ihm den Namen gegeben,
der über alle Namen ist.
Namenstage heute
Albert (Alberto), Cornelius (Conan, Cornelia), Maternus, Notburga
Gebet des Tages
Allmächtiger Gott,
deinem Willen gehorsam,
hat dein geliebter Sohn
den Tod am Kreuz auf sich
Kalenderblatt
Kreuzerhöhung
Kaiser Konstantin hatte zweifellos ein besonderes Gespür für Dramaturgie: Am 13. September
Lesung Evangelium
Schwestern und Brüder!
Wenn ich schon Anweisungen gebe:
Das kann ich nicht loben, dass
Grenzenlose Vergebung
Ein Impuls
zum
Sonntag am 13. September 2026
von Domdekan
Hans Bauernfeind
Liebe Angehörige unserer Pfarreiengemeinschaft,
sehr geehrte Besucher dieser Homepage,
liebe Mitchristen
sie gehört zweifellos zu Giuseppe Verdis Meisterwerken, die Oper „La Traviata“ (= „die vom Weg Abgekommene“)
Es geht in diesem Stück um die aufrichtige Liebe einer ehemaligen Kurtisane und Lebedame, die keine Erfüllung finden kann, weil ihr Ruf und ihre frühere Lebensgeschichte immer wieder alles hoffnungsvoll keimende Glück zerstört, weil die Menschen ihr ihren früheren Fehler einfach nicht verzeihen können:
„So gibt es für die Elende – die einmal gefallen ist –
keine Stimme der Hoffnung, sich jemals wieder aufzurichten!
Wenn ihr auch Gott barmherzig vergeben hat,
zeigt sich ihr der Mensch doch unerbittlich.“
So singt Violetta verzweifelt im großen Duett des zweiten Aktes.
Oper ist Bühne und Theater, da ist Manches anders als im richtigen Leben. Und doch stellen uns Bühne und Theater immer wieder das richtige Leben vor Augen: muss es einem braven Christenmenschen nicht bis ins Mark hinein treffen, was Violetta da schmerzerfüllt und resigniert singt? Gott kann vergeben, die Menschen meist nicht! Auch – und oft gerade Christen nicht! Erschütternd offen – und erschütternd wahr zugleich!
Viele Christenmenschen leben in der selbstgezimmerten Scheinsicherheit, dass sie ja keine „großen“ Sünder sind, und aus dieser Selbstsicherheit beginnen sie nun oft, andere, deren Schuld und Versagen sie kennen (oder auch nur zu kennen glauben) als sündiger, schlechter und verwerflicher anzuschauen. Wenn man andere schlechtmacht oder gar abschätzig und verächtlich behandelt, weil sie vielleicht wirklich (oder auch nur eingebildet) sündiger sind, dann fühlt man sich halt vielleicht selber besser und von Gott mehr geliebt.
Petrus meint eben aus dieser selbstsicheren Fehleinschätzung heraus, wenn er siebenmal vergibt, dann leistet er schon etwas Großes.
Fataler Irrtum!
Jesus öffnet ihm die Augen: immer wieder, unzählige Male auf`s Neue soll er vergeben!
Und die Begründung liegt in der Vergebungsbereitschaft Gottes, der seinerseits immer wieder vergibt.
Leicht ist es freilich nicht, von ganzem Herzen zu vergeben: das hat immer etwas mit „Opfer“ zu tun, mit „über den eigenen Schatten springen“.
Aber genau das ist es ja, was den Vergebenden verändert: er kann aus sich und seinen eingefahrenen Bahnen heraustreten, er erlebt dadurch Erneuerung seiner selbst.
So wirkt die Vergebung für den Vergebenden ebenso heilsam wie für den, der sie erhält. Ein wahrhaft großes und wunderbares Geschenk Gottes!
– Auch wenn es manchmal schwerfällt!
PS: Allen, für die ein neues Schul- oder Ausbildungsjahr beginnt Gottes Segen!
Einen gesegneten Sonntag und eine gelingende
und gesunde Woche wünscht Ihnen allen
Ihr
´Alfred Binder´, Pfr.

Pfarreiengemeinschaft Künzing, Wallerdorf, Forsthart
Pfarramt Künzing
St. Severin-Str. 6
94550 Künzing
Email: pfarramt.kuenzing@bistum-passau.de

