
Namenstage heute
Pedro (Peter), Helene (Helena, Elena, Jelena, Ilona, Ilka, Jelka, Eileen, Eleni, Helen), Ratbert (Paschasius Ratbertus), Trudbert (Trudpert), Consuelo (Consuela), Cletus (Anaklet)
Gebet des Tages
Allmächtiger, ewiger Gott,
dein Sohn ist der Kirche siegreich vorausgegangen
als der Gute Hirt.
Kalenderblatt
4. Sonntag der Osterzeit
Manche Menschen erheben Anspruch auf Führung. Sie wecken große Erwartungen und,
Lesung Evangelium
Gott hat ihn zum Herrn und Christus gemacht
Am Pfingsttag trat Petrus auf,
zusammen mit den Elf;
Liebe Angehörige unserer Pfarreiengemeinschaft,
sehr geehrte Besucher dieser Homepage,
liebe Mitchristen
wissen Sie – als jüngerer Mensch – eigentlich noch die Namen Ihrer Großeltern, oder die Ihrer Urgroßeltern? Diese erlebten zwei Weltkriege, mehrere Wirtschaftskrisen, mussten mit Dürrejahren und Naturkatastrophen zurechtkommen, mit diesen oder jenen privaten Schicksalsschlägen, und meist ist es ihnen gelungen. Irgendwie haben sie es immer geschafft, und wenn ich heute an meine Großeltern zurückdenke, macht sich in mir ein Gefühl der Bewunderung breit.
Aber, was wäre, wenn sie heute leben würden? Würden sie uns beneiden um all‘ die Möglichkeiten, die wir heute haben? Würden sie uns glücklich schätzen wegen unseres Wohlstandes und all‘ der Hilfen, auf die wir in unserem täglichen Leben zurückgreifen können, im Haushalt, im Bereich der Bildung und des Berufes, bei den Kommunikationsmitteln … oder würden sie verzweifeln oder verrückt werden? Kämen sie allein überhaupt klar, oder bräuchten sie ständig jemanden, der ihnen etwas erklärt und sie an die Hand nimmt beim Gang durch unsere heutige Welt mit Internet und KI, so wie auch wir selber immer mehr Erklärungen brauchen, um uns zurechtzufinden?
Unsre ganze Gesellschaft, unser ganzes Leben wird immer komplizierter und unübersichtlicher.
Die Unübersichtlichkeit wird zu der Beschreibung für unsere Gesellschaft schlechthin. Sie breitet sich in immer mehr Lebensbereichen aus, und es ist nicht einfach, mit ihr umzugehen.
Wenn dann noch schwierige Zeiten anbrechen, wenn die Menschen Angst bekommen um ihr Leben, ihre Existenz, ihre Zukunft, dann ist der Boden bereitet für die vermeintlich großen Führer mit den klaren Antworten und den einfachen Rezepten.
Und die Mehrheit der Menschen spürt schon, bei wem man gut aufgehoben ist, wem man sich anvertrauen kann.
Die umherirrenden Schafe brauchen den Hirten. Das Bild ist gewöhnungsbedürftig, denn wer mag sich schon selbst als Schaf bezeichnen, aber es ist treffend. Es ist entliehen aus der Welt des Jesus von Nazaret, als Schafe und Hirten zum Alltag gehörten. Dieses Bild hat Jesus benutzt, um darin Wesentliches für die Menschen damals und heute auszudrücken. Damals wie heute brauchen die Menschen Orientierung, brauchen eine Richtschnur, um ihrem Leben einen Sinn zu geben. Und genau dies will die gute Botschaft des Jesus von Nazaret sein. Er lenkt unseren Blick auf die Schwachen der Gesellschaft, er zeigt uns, dass der Einsatz für die Zukurzgekommenen, die Solidarität mit den Leidenden letztendlich zu einem Mehr an Zufriedenheit und zu einer glücklicheren Welt führen kann. Dass dies nicht die Parolen unserer Tage sind, braucht nicht eigens groß ausgeführt zu werden. Hier ist nicht von Erfolg und Reichtum die Rede, hier geht es um Menschlichkeit, um Mitgefühl und Einsatz für andere. Dem Urheber dieser sehr menschenfreundlichen Botschaft wurde es zeitlebens nie gelohnt, seine Existenz endete an dem Schandmal seiner Tage, am Kreuz.
Doch Gott hat dieses Leben gutgeheißen. Jesus blieb nicht im Tod, und mit ihm ist seine Lehre und seine Lebensphilosophie auferstanden. Es ist nun an uns, ihn als unseren Hirten anzuerkennen und so viel wie irgend möglich davon in unserem Leben umzusetzen. Was wir dann davon haben werden, wissen wir noch nicht. Jesus versprach uns „ein Leben in Fülle „. Nicht Geld, nicht Erfolg, nicht Macht, nein, ein erfülltes Leben!
Einfach ist Jesu Rezept nicht. Solidarität mit den Schwachen fällt schwer! Verständnis für die Schwachen bringt gesellschaftlich wenig Anerkennung, und dennoch gibt es – Gott sei Dank – Menschen, die auf dieses Pferd setzen. Wie arm wäre unsere Welt, wenn es diese Menschen nicht gäbe!
Ich wünsche Ihnen und mir immer wieder den rechten Blick hin auf den guten Hirten.
Er geht uns, seiner Kirche, voran. Er kennt den Weg und weiß um die Richtung.
Er bringt uns auch durch die dürren und ausgetrockneten Strecken unseres Lebensweges hin zum Ruheplatz am Wasser.
Ich wünsche Ihnen allen einen gesegneten Vierten Ostersonntag
und eine erfolgreiche und gesunde Woche
Ihr
´Alfred Binder´, Pfr.

Pfarreiengemeinschaft Künzing, Wallerdorf, Forsthart
Pfarramt Künzing
St. Severin-Str. 6
94550 Künzing
Email: pfarramt.kuenzing@bistum-passau.de



