PFARREIEN­GEMEINSCHAFT
Künzing -  Wallerdorf - Forsthart

🌷 Bank mit Aussicht, BGL 🌷

@thanks: Marion
. . .
Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt,
so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben.

Namenstage heute

Eucherius von Orléans, Jacinta, Jordan u. Heinrich, Amata (Aimée), Falko (Falk, Falco),
Corona (Korona; auch Stephana, Stephanie)

Gebet des Tages

Herr, unser Gott,
sieh gütig auf deine Gemeinde.
Da wir durch Mäßigung
den Leib in Zucht halten und Buße

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Kalenderblatt

Eucherius von Orléans
Eucherius von Orléans (um 694-738) wurde ausgerechnet seine hohe Bildung zum

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Lesung Evangelium

Mein Wort bewirkt, was ich will
So spricht der Herr:
Wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt

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Wie ein Regenbogen!

Dompropst Michael Bär
in seiner Predigt
zum 1. Fastensonntag
am 18. Februar 2024.

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Zwischen Tier und Engel

Gedanken von
Kardinal
Christoph Schönborn
vom 18. Februar 2024

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Liebe Angehörige unserer Pfarreiengemeinschaft,
sehr geehrte Besucher dieser Homepage,
liebe Mitchristen

das Evangelium des ersten Fastensonntags endet mit dem Aufruf Jesu: „Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!“ – Als ob das so leicht wäre. Woran soll man sich denn da orientieren? Das Evangelium ist ein langer Text, und es macht Mühe, es in unser heutiges, konkretes Leben umzusetzen.
Was heißt also „Umkehr zum Evangelium“? – Wenn wir auf den Hintergrund des Textes schauen, dann steht er im Zusammenhang mit der religiösen Lebensführung der Juden. Da Jesus Jude war, sind auch ihm 3 Dinge wichtig gewesen: Fasten, Beten und Almosengeben. Diese 3 Dinge bildeten damals das Gerüst des religiösen Lebenswandels und werden auch heute immer wieder für die Fastenzeit empfohlen.
Fasten, Beten und Almosengeben. – Grundsätzlich ist zu sagen, dass diese
3 Säulen untrennbar zusammengehören. Sobald aber das eine getan und dadurch ein anderes vernachlässigt wird, entstehen Fehlhaltungen. Fehlhaltungen, die Jesus immer wieder scharf kritisiert hat.
Was verbirgt sich nun genau hinter dem Fasten, Beten und Almosengeben? Fasten hat für uns den negativen Beigeschmack des „Sich-Knechtens“. Ursprünglich ist damit jedoch die Besinnung auf das Eigentliche gemeint, auf das Wesentliche. Fasten heißt demnach, sich der Dinge zu enthalten, die mich von mir selbst entfernen. Das kann sich zum Beispiel auf das Essen beziehen, das als Ersatzbefriedigung für unerfüllte Sehnsüchte dient, als Mittel gegen Einsamkeit und Langeweile.
Beten heißt sich vor Gott stellen, um die eigene, menschliche Begrenztheit zuzugeben und anzunehmen. Jeder Mensch braucht die Sicherheit, dass jemand hinter ihm steht und ihm den Rücken stärkt. Im Beten besinne ich mich besonders dann auf Gott, wenn ich nicht mehr weiterweiß, wenn ich selber keinen Ausweg finde.
Almosengeben heißt: Ich erkenne, dass ich nicht alleine lebe. Ich brauche andere Menschen, und andere Menschen brauchen mich! Ich gebe von dem, was ich habe, etwas ab, und damit ist nicht nur Geld gemeint! Den Trauernden schenke ich Trost, den Hungernden Speise, den Mund-tot-gemachten und Tot-geschwiegenen gebe ich eine Stimme. Almosengeben heißt also, sich auf die Mitmenschen zu besinnen.
Die Umkehr, die Jesus im heutigen Evangelium fordert, beschränkt sich bei uns aber oft auf einen einzigen, auf einen bestimmten Aspekt. In unserer Zeit der Spezialisierung geraten wir immer wieder in Gefahr, auch unser religiöses Tun zu vereinseitigen. Doch jede Einseitigkeit führt zu Fehlhaltungen und birgt Gefahren, und es ist unsere Pflicht, sie auszugleichen!
Zum Beispiel das einseitige Fasten: Einseitig fasten heißt, sich selbst, seinen Leib zu vergewaltigen. Also einen endlosen, unerbittlichen Kampf gegen sich selbst zu führen. So strebe ich aber nicht danach, ich selbst zu sein, sondern ich will der Mann oder die Frau aus den Medien sein: immer schön, immer schlank, immer strahlend, nie mit Problemen belastet, immer fit. Die Gefahr dabei ist, sich selbst immer mehr unter Druck zu setzen, anstatt sich zu befreien. Immer bin ich im Stress, vertröste ich mich und verpasse so mein eigentliches Leben!
Oder zum Beispiel das einseitige Beten: Frömmelei ist, wenn ich denke: Ich selber bin gut, doch um mich herum ist die ach so böse Welt. Ähnliche Gedanken lauten: Wenn alle so fromm wären wie ich, dann gäbe es keine falsche Erziehung, keine Drogentoten, keine Verbrechen, usw.! Ein Gedanke lautet aber auch: Ich muss gar nichts tun! Der Herr ist der Richter der Welt, der soll das mal machen! Ich habe damit nichts zu tun! – Solches Beten ist nicht Nachfolge, nicht Aufstehen und Die-nötigen-Schritte-Tun, sondern ein Hinter-dem-warmen-Ofen-Sitzen-bleiben und Ausreden-Finden.
Oder die dritte Gefahr: Einseitigkeit beim Almosengeben. Darunter ist ein ungutes Fixiert-Sein auf andere gemeint, und zwar im Sinne eines Bevormundens und Entmündigens. Dem anderen wird dadurch die Chance genommen, die eigenen Kräfte zu entwickeln. Eine Mutter, die es eigentlich nur gut meint, die immer ihr Bestes gibt, die sich unentbehrlich macht und ihren Mann und ihre Kinder mit ihrer Fürsorge fast erstickt, braucht sich nicht zu wundern, wenn zum einen ihre Familie dieser Enge entflieht, und wenn sie
zum anderen das Gefühl hat, zu kurz gekommen zu sein, das Leben verpasst zu haben. Bei allem Geben sollte man das Nehmen nicht vergessen!
Fasten, Beten und Almosengeben sind drei Komponenten, die nicht getrennt werden dürfen. Keine Säule davon ist unwichtig. Alle drei gehören zu einem wahrhaft christlichen Leben!
Zusammengefasst finden wir sie im Evangelium im Hauptgebot Jesu: „Liebe den Herrn, deinen Gott, und deinen Nächsten wie dich selbst!“ – Gott lieben im Gebet, den Nächsten lieben im Almosengeben, sich selbst lieben im Fasten, im Sich-Besinnen auf das, was Gott mir an Lebensfülle schenken will.
Kehren wir um und beginnen wir in diesem Sinne die Fastenzeit!

Einen schönen und erholsamen 1. Fastensonntag
und eine gute von Gott gesegnete Fastenzeit
wünscht Pastoralreferent

`Rudolf Leimpek´

Hausgottesdienst


Pfarreiengemeinschaft Künzing, Wallerdorf, Forsthart
Pfarramt Künzing
St. Severin-Str. 6
94550 Künzing


Email: pfarramt.kuenzing@bistum-passau.de

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