Gedanken zum Evangelium Bistum Passau

Künzing - Wallerdorf - Forsthart

Ein Wort trifft ins Herz

Ist es Zufall, wenn ein Wort ins Herz trifft oder ein Gespräch zur rechten Zeit kommt? Oder doch schon ein Vorgeschmack auf Pfingsten? Wir feiern das Kommen des Heiligen Geistes in zwei Wochen, aber es beginnt schon jetzt. Mit einer kleinen Offenheit und einem kleinen Gebet: „Gott – zeig dich mir, sprich zu mir. Ich will dich hören.“ Ein Impuls zum 10. Mai 2026 von Studentenpfarrer Peter Kunz.

Sie bekom­men eine Nach­richt. Kei­ne Whats­App, kei­ne E‑Mail – son­dern eine, die ganz inner­lich ist, die Kraft hat etwas in Ihnen zu ver­än­dert. Die Ihnen Mut macht. Klar­heit. Hoff­nung. Genau davon spricht Jesus im heu­ti­gen Evan­ge­li­um. Er sagt: Ich las­se euch nicht als Wai­sen zurück. Das heißt: Ihr seid nicht allein. Nie. Und trotz­dem fühlt es sich manch­mal genau­so an, oder? Allein mit Ent­schei­dun­gen. Allein mit Fra­gen. Allein im Glauben.

Jesus kün­digt etwas an, das wir erst noch fei­ern wer­den: Pfings­ten. Den Hei­li­gen Geist. Der Hei­li­ge Geist, der uns immer mehr erfül­len soll, ist so etwas wie Got­tes ​Innen­le­ben“ in uns. Eine Stim­me, die erin­nert: Du bist geliebt. Eine Kraft, die hilft, das Rich­ti­ge zu tun – auch wenn es schwer ist. Und manch­mal auch ein klei­ner ​Stups“: Trau dich. Sag etwas. Geh den nächs­ten Schritt.

 

 

Papst Fran­zis­kus hat es ein­mal so gesagt: Der Hei­li­ge Geist erin­nert uns an die Wor­te Jesu – aber nicht wie ein altes, ver­staub­tes Lexi­kon. Son­dern so, dass sie plötz­lich leben­dig wer­den. Dass ein Satz aus der Bibel auf ein­mal genau in mein Leben trifft. Ein Erleb­nis zu einer Erfah­rung wird.

Viel­leicht ken­nen Sie das: Ein Gedan­ke lässt Sie nicht los. Ein Wort trifft ins Herz. Ein Gespräch kommt genau zur rich­ti­gen Zeit. Zufall? Oder viel­leicht… schon ein lei­ser Vor­ge­schmack auf Pfings­ten? In zwei Wochen fei­ern wir die­ses Fest – aber viel­leicht beginnt es nicht erst dann. Viel­leicht beginnt es genau jetzt: Mit einer klei­nen Offen­heit. Mit einem ein­fa­chen Gebet: ​Gott – zeig dich mir, sprich zu mir. Ich will dich hören.“ Denn eines ist sicher: Gott drängt sich nicht auf. Aber er mel­det sich. Und manch­mal reicht schon ein offe­nes Ohr, um ihn zu hören.

 

Peter Kunz, Stu­den­ten­pfar­rer
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