
Gott, wer bist du?
Gott Vater, Gott Sohn und Heiliger Geist. Die Frage nach Gottes Wesen hat die Menschen seit jeher bewegt. Eine Antwort: Die Heilige Dreifaltigkeit ist Gott, der in drei Personen auf uns Menschen zugeht und eine Beziehung zu uns aufbauen will. Ein Impuls zum Dreifaltigkeitssonntag am 31. Mai 2026 von Generalvikar Josef Ederer.
Eine Woche nach Pfingsten feiern wir den Dreifaltigkeitssonntag. Wir feiern den einen Gott, der sich dreifach entfaltet und doch einer ist. Wir können Gott in der Heiligen Schrift in drei Personen begegnen in Gottvater, der die Welt erschaffen hat und der uns bedingungslos liebt in Gott Sohn Jesus Christus, der als Mensch unter uns Menschen gelebt hat, der gestorben und auferstanden ist und im Heiligen Geist, der uns als Beistand und Kraftquelle zur Seite steht. Die Frage nach Gott und seinem Wesen hat seit jeher die Menschen bewegt. Gott, wer bist du und wie bist du?
Die Lesungen des heutigen Festtages sind wie kurze Blitzlichter, die Wesenselemente Gottes beleuchten. Zunächst begegnet Mose dem Herrn, der ruft Der Herr ist der Herr, ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig und reich an Huld und Treue. Wir erleben einen liebenden Gott, der sich eine enge Verbindung und Beziehung zu seinem Volk wünscht, ein liebendes Ja zu ihm aus freien Stücken. Darum wirbt und kämpft er. Der höchste Einsatz in diesem Ringen ist schließlich Jesus Christus. Im Johannesevangelium sagt Jesus Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Wieder die klare Botschaft der Glaube an ihn, den Sohn Gottes. Die Verbindung mit ihm, die Beziehung zu ihm bedeutet Rettung, Heil und gelingendes Leben. Nach der Auferstehung und Himmelfahrt Christi ist es der Heilige Geist, der auf die Jünger herabkommt. Er ist der schöpferische Atem Gottes, der Leben schafft, die Kraftquelle schlechthin, der Beistand, den der Vater schenkt. Der Heilige Geist bringt die Menschen in Bewegung, in Richtung auf ihn hin. Das alles feiern wir heute. Den einen Gott, der in drei Personen auf uns Menschen zugeht und eine liebevolle Beziehung zu uns will und uns anbietet. Nun ist es an uns, darauf zu reagieren und ihm zu antworten.
Josef Ederer, Generalvikar

