Andachten im Marienmonat Mai 2026

Künzing - Wallerdorf - Forsthart

Andachten im Marienmonat Mai 2026

 

Katholische Kirche würdigt im „Marienmonat“ besondere Rolle der Mutter Jesu.

Der Mai gilt als „Marienmonat“ des Kirchenjahres. Viele Pfarren feiern mit Maiandachten zu Ehren der Mutter Jesu, also Wortgottesdienst, Bittgang und Rosenkranzgebet. Neben Andachten in unseren Pfarreien werden auch traditionell häusliche Maiandachten gefeiert, bei denen u.a. „Mai-Altäre“ errichtet oder Marienstatuen mit Blumen geschmückt werden.

Die besondere Verehrung Mariens hat eine lange Tradition. Bereits im Mittelalter wurden Maifeste heidnischen Ursprungs christlich umgedeutet. Im Laufe der Geschichte kristallisierte sich vermehrt die marianische Prägung dieser Feste heraus. Gläubige würdigen in Andachten Maria aufgrund ihrer tragenden Rolle bei der Empfängnis, Geburt, Kindheit und Jugendzeit Jesu wie auch bei dessen Tod und Auferstehung. Doch auch bei der „Geburtsstunde“ der Kirche zu Pfingsten war Maria nach dem Zeugnis der Bibel anwesend – weshalb sie Papst Franziskus zu Jahresbeginn mit der Einführung des jährlichen Festes „Mutter der Kirche“ am Pfingstmontag (21. Mai) geehrt hat, das seit 2018 auf Weltebene gefeiert wird.

 

Maiandachten sind eine der schönsten und traditionsreichsten Ausdrucksformen des katholischen Glaubens in Bayern. Sie verbinden auf einzigartige Weise die aufblühende Natur mit einer tiefen, volkstümlichen Frömmigkeit zur Gottesmutter Maria, der „Patrona Bavariae“ – der Schutzfrau Bayerns.

 

📜 Was ist eine Maiandacht und woher kommt sie?

Im Kern ist eine Maiandacht ein abendlicher Gottesdienst zu Ehren Marias, der traditionell während des gesamten Monats Mai gefeiert wird. Dieser Monat gilt in der katholischen Kirche als der „Marienmonat“ – die Zeit, in der die Natur wieder in voller Blüte steht und als Symbol für die Reinheit und Schönheit Marias gesehen wird .

Die Idee, einen ganzen Monat zu Ehren Marias zu begehen, entstand zwar im barocken Zeitalter, die Maiandacht, wie wir sie heute kennen, hat aber ein klar datierbares Geburtsdatum in Bayern:

  • Die Ursprünge in Italien: Erste Andachten zu Ehren Mariens im Mai gab es bereits im 18. Jahrhundert in Italien, zum Beispiel 1784 in Ferrara .

  • Die Geburtsstunde in Bayern: Nach Bayern kam der Brauch über Frankreich und die Schweiz. Die erste Maiandacht in Deutschland wurde 1841 im Kloster der Guten Hirtinnen in München-Haidhausen gefeiert . Von hier aus verbreitete sie sich im gesamten bayerischen Raum.

  • Die Hochphase: Besonders gefördert wurde die Marienverehrung im 19. Jahrhundert, dem „marianischen Jahrhundert“, das unter anderem die Dogmen der Unbefleckten Empfängnis (1854) und der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel (1950) hervorbrachte .

✨ Kernelemente einer traditionellen Maiandacht

Eine echte bayerische Maiandacht erkennt man sofort an einigen typischen Merkmalen:

  • Der blumengeschmückte Altar: Das zentrale Element ist der festlich geschmückte Marienaltar. Er wird mit Maiglöckchen, Flieder und anderen Frühlingsblumen reich verziert – ein Zeichen der Liebe und Verehrung . Bekannt ist auch der Begriff „Maialtar“ .

  • Die Musik: Oft wird sie von einer Bläsergruppe, einer Zither, Hackbrett oder Gitarre begleitet . Gesungen werden die altvertrauten, oft recht schlichten und volkstümlichen Marienlieder. Der Klassiker ist „Maria, Maienkönigin“ .

  • Der Ablauf: Die Struktur ist einfach und feierlich: Es gibt Gebete (oft den Rosenkranz), Lesungen, Fürbitten (in denen für die Anliegen der Gemeinde, der Landwirtschaft, der Familien und für den Frieden gebetet wird) und den feierlichen Segen. Ein besonderer Höhepunkt ist die Lauretanische Litanei, ein altes Wechselgebet mit vielen Anrufungen Marias (z.B. „Turm Davids“, „Elfenbeinerner Turm“) .

  • Der Ort der Andacht: Maiandachten finden nicht nur in der Pfarrkirche statt. Besonders beliebt und typisch für Bayern sind Andachten im Freien: an Mariensäulen, bei Feldkreuzen, in kleinen Waldkapellen oder bei Wallfahrtskirchen .

💡 Brauchtum und Tradition im Alltag

Früher war die Maiandacht nicht nur ein kirchliches Ereignis, sondern prägte den Alltag der Menschen. Viele ältere Bayern verbinden damit Erinnerungen an ihre Kindheit:

  • Das „Maialtärchen“ zu Hause: In vielen Familien gab es in der guten Stube einen eigenen kleinen Hausaltar. Eine Marienstatue, geschmückt mit Blumen und selbst gemalten Andachtsbildchen der Kinder, war der Mittelpunkt .

  • Das tägliche Gebet: Dadurch, dass der Mai als besonderer Marienmonat galt, wurde im privaten Morgen-, Tisch- und Abendgebet ein zusätzliches „Ave Maria“ gebetet. Um 12 Uhr läuteten die Kirchenglocken den „Engel des Herrn“ .

  • Die Lichterprozessionen: Besonders feierlich ist der Abschluss des Marienmonats. Oft ziehen die Gläubigen mit brennenden Kerzen von der Kirche zu einer Mariengrotte (z.B. einer Nachbildung von Lourdes) .

💙 Maria, die Schutzfrau Bayerns („Patrona Bavariae“)

Um die Bedeutung der Maiandachten in Bayern zu verstehen, muss man die besondere Rolle Marias als Landesmutter kennen:

  • Ein bayerisches Fest: Anders als in anderen Ländern wird in Bayern am 1. Mai das Hochfest „Maria Schutzfrau Bayerns“ (Patrona Bavariae) gefeiert . Dieses Fest wurde auf Bitten von König Ludwig III. im Jahr 1916 von Papst Benedikt XV. für alle bayerischen Bistümer genehmigt .

  • Historische Wurzeln: Schon Kurfürst Maximilian I. stellte Bayern 1638 offiziell unter den Schutz Mariens. Aus Dankbarkeit für die Errettung Münchens im Dreißigjährigen Krieg ließ er die Mariensäule auf dem Münchner Marienplatz errichten – das älteste Friedensdenkmal der Stadt .

  • Die Mitte Bayerns: Viele wissen nicht, dass die Mariensäule in München heute noch den geographischen Mittelpunkt des Landes bildet. Von ihr aus werden alle Entfernungen und Wege in Bayern gemessen .

📉 Wandel und Zukunft

Wie viele Traditionen ist auch die klassische Maiandacht im Wandel. Heute finden die Andachten oft nicht mehr täglich, sondern nur noch an den Wochenenden oder einzelnen Wochentagen statt . Ein Grund ist der demografische Wandel: Die aktiven Gruppen (Frauen- und Männervereine), die diese Andachten tragen, werden weniger .

Es gibt jedoch positive Beispiele, wie der Brauch neu belebt wird:

  • Ökumenische Angebote: In manchen Gemeinden gibt es erfolgreich gemeinsame Maiandachten mit evangelischen Christen, die im Stil von Taizé-Gebeten gestaltet sind .

  • Kreative Formate: Es werden moderne Maiandachten speziell für Familien mit Kindern, für Senioren oder sogar Radtour zu Marienbildstöcken für Ministranten angeboten

 

Maiandachten

01.05.2026 19:00 Uhr Wallerdorf Erste feierliche Maiandacht mit der Riesling Musi 
01.05.2026 19:00 Uhr Forsthart Maiandacht Forsthart
03.05.2026 14:00 Uhr Forsthart Maiandacht Forsthart
06.05.2026 19:00 Uhr Zeitlarn Maiandacht in Zeitlarn 
08.05.2026 19:00 Uhr Langkünzing Maiandacht Langkünzing
10.05.2026 19:00 Uhr Künzing Maiandacht mit dem Hymnos Akathistos
10.05.2026 19:00 Uhr Forsthart Maiandacht Forsthart
14.05.2026 19:00 Uhr Obernberg Maiandacht in Obernberg
15.05.2026 19:00 Uhr Langkünzing Maiandacht Langkünzing
17.05.2026 19:00 Uhr Forsthart Maiandacht Forsthart
19.05.2026 19:00 Uhr Herzogau Maiandacht in Herzogau
22.05.2026 18:00 Uhr Wallerdorf Maiandacht in Wallerdorf
22.05.2026 19:00 Uhr Langkünzing Maiandacht in Langkünzing
24.05.2026 16:00 Uhr Künzing Andacht zu Ehren der Hl. Rita von Cascia im Pfarrgarten Künzing
24.05.2026 19:00 Uhr Forsthart Maiandacht Forsthart
31.05.2026 14:00 Uhr Langkünzing Maiandacht Langkünzing
31.05.2026 19:00 Uhr Zeitlarn Maiandacht in Zetlarn mit anschl. Agape

 

Maiandachten

Dass man den ganzen Mai hindurch tägliche oder häufige Gebete der Mutter Jesu weihte, ist das Ergebnis einer Entwicklung, die im 17. Jahrhundert eingesetzt hat. Im 18. Jahrhundert breitete sich diese Andachtsform von Italien ausgehend weltweit in der katholischen Kirche aus.Ihren Ursprung hat der Lobpreis Marias bereits im neutestamentlichen Lobgesang der Mutter Jesu, dem Magnifikat. In Österreich feierte man die ersten Maiandachten Mitte des 19. Jahrhunderts. 1965 empfahl schließlich Papst Paul VI. in seiner Enzyklika „Mense maio“ die besondere Verehrung Mariens im Mai; Maria sei nicht – wie Gott – selbst anzubeten, sie weise aber wohl den besten Weg zu Jesus Christus, hieß es darin.In der christlichen Spiritualität wird die „Gottesgebärerin“ auch als ein Sinnbild für die Fruchtbarkeit und Lebenskraft des Frühlings verstanden. Das zeigt sich auch darin, dass auf der Südhalbkugel der Marienmonat nicht im Mai, sondern im dortigen Frühlingsmonat November gefeiert wird.

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