Kinder vor Krieg schützen

Kinder vor Krieg schützen!

 

„Kinder haben das Recht, vor Gewalt und Krieg geschützt zu werden!“ Das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ ist in großer Sorge um die Kinder in der Ukraine.

Das Kin­der­mis­si­ons­werk ​Die Stern­sin­ger‘ ist in gro­ßer Sor­ge um die Kin­der in der Ukrai­ne. ​Unse­re dor­ti­gen Pro­jekt­part­ner haben uns ein­drück­li­che Stim­men von Mäd­chen und Jun­gen geschickt, die mich zutiefst berüh­ren. Die Kin­der haben gro­ße Angst vor einem Krieg in der Ukrai­ne und sor­gen sich um ihre Eltern und die jün­ge­ren Geschwis­ter“, so Pfar­rer Dirk Bin­ge­ner, Prä­si­dent des Kin­der­mis­si­ons­werks, ange­sichts der Kriegs­ge­fahr. ​Es ist erschre­ckend, wel­che Ängs­te allei­ne schon die rus­si­schen Droh­ge­bär­den bei den Mäd­chen und Jun­gen aus­lö­sen. Kin­der haben das Recht, vor Gewalt, Krieg und Kon­flik­ten geschützt zu wer­den! Und genau die­ses Kin­der­recht wird bereits jetzt miss­ach­tet.“ An die inter­na­tio­na­le Gemein­schaft und die poli­ti­schen Ver­ant­wort­li­chen appel­liert Pfar­rer Bin­ge­ner, sich wei­ter­hin auf diplo­ma­ti­schem Wege um Dees­ka­la­ti­on zu bemühen.

Beten Sie mit uns für den Frieden!

Freitag, 18.02.2022
15:00 Uhr
Glaube und Gemeinschaft

Friedensgebet für die Ukraine

94032 Passau, Votivkirche Passau

Aus ver­schie­de­nen Lan­des­tei­len erreich­ten das Kin­der­mis­si­ons­werk Berich­te der Pro­jekt­part­ner zur aktu­el­len Lage in der Ukrai­ne. Leh­rer, Sozi­al­ar­bei­ter und Pro­jekt­ver­ant­wort­li­che ver­su­chen, den Kin­dern in Schu­len und Sozi­al­ein­rich­tun­gen einen weit­ge­hend nor­ma­len All­tag zu ermög­li­chen, um sie trotz der eige­nen Sor­gen nicht noch wei­ter zu ver­un­si­chern. Und den­noch ist die Angst bei vie­len Mäd­chen und Jun­gen groß. In man­chen Regio­nen des Lan­des ver­su­chen die Part­ner, die Kin­der mög­lichst unauf­ge­regt auf eine mög­li­che Flucht aus der Hei­mat vor­zu­be­rei­ten. ​Unser Leben sieht ganz gewöhn­lich aus, doch im Inne­ren haben auch wir Angst“, schreibt eine Pro­jekt­ver­ant­wort­li­che aus Kiew, die mit ihren Mit­ar­bei­ten­den bereits Kri­sen- und Eva­ku­ie­rungs­plä­ne vor­be­rei­tet hat. ​Die Angst ist doch sehr stark, die Nach­rich­ten wer­den jeden Tag schlim­mer. Wir ver­su­chen, sie nicht zu lesen, und hof­fen, dass alles vor­bei­geht“, fasst die Part­ne­rin die Ein­drü­cke von Pro­jekt­kin­dern zusammen.

Ich habe noch nie eine sol­che Angst gespürt!”

Daria

Daria*, die das ein­zi­ge katho­li­sche Gym­na­si­um des Lan­des im west­ukrai­ni­schen Iva­no-Fran­kivsk besucht, erzählt: ​Heu­te Mor­gen hat mein Vater mei­nem Bru­der und mir erklärt, was im Not­fall zu tun ist. Ich habe noch nie eine sol­che Angst gespürt, mein zwölf Jah­re alter Bru­der hat­te Trä­nen in den Augen.“ Mak­sym, der eben­falls auf die von den Stern­sin­gern geför­der­te Schu­le geht, schließt sich an: ​Jeder Krieg bringt nichts Gutes. Ich mache mir Sor­gen um mei­nen Vater, wenn der zum Mili­tär ein­ge­zo­gen wird und ster­ben könn­te!“ Aus einem Kin­der­zen­trum im west­ukrai­ni­schen Dro­ho­bytsch schreibt die acht Jah­re alte Ange­li­na: ​Ich habe heu­te die Schu­le geschwänzt, weil ich Angst vor den anste­hen­den Eva­ku­ie­rungs­übun­gen hatte.“

 

Wie unge­recht ist es, dass Kin­der und Jugend­li­che einem solch enor­men psy­chi­schen Druck aus­ge­setzt sind“, so Pfar­rer Bin­ge­ner. ​In den Stim­men von Daria, Mak­sym und Ange­li­na wer­den Ängs­te und Sor­gen ganz kon­kret. Sie und alle ande­ren Kin­der und Jugend­li­chen in der Ukrai­ne ver­die­nen eine Zukunft, geprägt von Gerech­tig­keit, Frie­den und dem Schutz ihrer Kinderrechte.“

 

Dass Kin­der in der ange­spann­ten Lage immer noch wis­sen, wie Frie­den geht, macht dem Prä­si­den­ten des Kin­der­mis­si­ons­werks indes Hoff­nung. Aus dem beson­ders gefähr­de­ten Odes­sa schreibt die neun­jäh­ri­ge Ulya­na: ​Ich bin wahr­schein­lich zu jung und ver­ste­he nicht alles in der Welt der Erwach­se­nen. Aber Krieg ist für alle ein Alb­traum. War­um wis­sen nicht alle Erwach­se­nen, wie man sich die Hand gibt, damit es Frie­den gibt?“

*Zum Schutz der zitier­ten Kin­der wur­den deren Namen geändert.

 

Text: Kin­der­mis­si­ons­werk ​Die Sternsinger’

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