Pfarrverband Künzing nimmt Abschied von BGR Otto Egger, Pfarrer i. R.

Pfarrverband Künzing nimmt
Abschied von BGR Otto Egger, Pfarrer i. R.

Requiem in der St. Michael Kirche Forsthart – Kondolenzbuch auf Homepage des Pfarrverbandes

Forsthart

 

Am vergangenen Mittwoch wurde Pfarrer Otto Egger in seinem Geburtsort Thurmansbang im dortigen Priestergrab im Schatten der St. Markus Kirche zur letzten Ruhe gebettet. Zelebrant Dekan Heinrich Blömecke, Generalvikar Josef Ederer und Pater Josephraj würdigten dabei das seelsorgerische Wirken des Bischöflich Geistlichen Rates. Unter dem Blumenmeer am offenen Grab befanden sich auch Kränze des Pfarrverbandes Künzing, Wallerdorf, Forsthart sowie der Gemeinde Künzing.

Am Samstagvormittag wurde im Pfarrverband Künzing in der St. Michael Kirche Forsthart Abschied von dem hoch geschätzten Geistlichen genommen. Die Beliebtheit und das große Ansehen, welches Pfarrer Egger in seiner Wahlheimat genoss, lies sich an den zahlreichen Besuchern bei dem feierlichen Requiem und den lobenden Nachrufen ablesen. Ortspfarrer Alfred Binder zelebrierte die Gedenkstunde. Ihm zur Seite standen Stiftspropst i. R. Wilhelm Probst, Domvikar Andreas Erndl, Pfarrer Gotthard Weiß aus Hofkirchen und Adolf Ortmeier, Pfarrer aus Eichendorf und Prodekan von Pfarrkirchen. Pastoralreferent Rudolf Leimpek trug Lesung und Fürbitten vor.

Neben Pfarrer Eggers treuer Haushälterin Elfriede Vogl, Familien- und Pfarrangehörigen sowie Freunden und Bekannten erwiesen Bürgermeister Siegfried Lobmeier, Mitglieder der kirchlichen Gremien, katholische Vereine und die Feuerwehren Künzing, Wallerdorf und Forsthart dem Verstorbenen die letzte Ehre.

Pfarrer Alfred Binder würdigte nach einem Rückblick auf das bewegte Leben von Pfarrer Otto Egger ihn als „Priester in unserer Mitte, der als Gesprächspartner Gottes den Dialog mit den Menschen suchte“. Zielstrebigkeit, Zuverlässigkeit, Offenheit, Präzision, Fröhlichkeit und nicht zuletzt sein einzigartiger Humor machten den beliebten Priester unverwechselbar.  Pfarrer Binder dankte dem Verstorbenen für „den gemeinsam gegangenen Weg und dessen glaubwürdiges Zeugnis der Menschenfreude in unserer Mitte“.

Im Vorfeld hatten alle aktiven und ehemalige Ministranten der Pfarrei Forsthart gebeten, dem Requiem beiwohnen zu dürfen. Die Jugendlichen wollten damit ihren Dank für ein jahrelanges harmonisches Miteinander mit dem Verstorbenen zum Ausdruck bringen. Die Pandemie und die damit verbundenen Quarantäneverordnungen hatten wieder einmal andere Pläne. Nur ein Teil der Ministrantenschar war letztendlich präsent. Mit einem Nachruf, verfasst von der ehemaligen Oberministrantin Eva Heringlehner und vorgetragen von einer Mitstreiterin, erinnerten die „Minis“ an die für sie prägende Zeit.

Für die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Inge Schönhofer, Maria Bauer und Peter Stöckl hat der Verstorbene „viele bleibende Eindrücke hinterlassen“. Seine beispielgebende Hilfsbereitschaft, seine freundliche, ruhige Art und seine Geselligkeit werden allen, die ihn kannten, unvergessen bleiben, ist sich das Führungstrio sicher. Ohne seine eigene Person je ins Rampenlicht zu stellen, war Pfarrer Egger zur Stelle, wann immer er gebraucht wurde. In den Jahren der Vakanz 2009 und 2010 waren der Verstorbene und Stiftspropst i. R. Wilhelm Probst eine unverzichtbare Stütze in allen kirchlichen und seelsorgerischen Belangen. Nicht nur in schwierigen Zeiten galt Pfarrer Egger als kluger und ehrlicher Berater.

Bürgermeister Siegfried Lobmeier beteuerte, die Gemeinde Künzing habe dem Ehrenringträger Otto Egger, dessen Tod eine schmerzliche Lücke hinterlässt, sehr viel zu verdanken. Dass der Verstorbene nach Eintritt in den Ruhestand mit großer Demut weiterhin viele Pflichten erfüllte, sei alles andere als eine Selbstverständlichkeit, betonte das Gemeindeoberhaupt. Lobmeier erinnerte an den Juli 2020, als Otto Egger in der St. Michael Kirche seinen 85. Geburtstag und sein 60-jähriges Priesterjubiläum feierte.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hatten Regionalkantor Claus Kuhn und seine Gattin Ingrid ganz bewusst mit ruhigen, heiteren und melodiösen Stücken auf den Geschmack von Pfarrer Egger abgestimmt. Der zwölfköpfige Chor – mit ausreichend Platz auf der ausladenden Empore – setzte sich aus Mitgliedern des Künzinger Severins-Chores und des Singkreises St. Michael Forsthart zusammen. Die Sänger und Sängerinnen hatten drei Teile aus einer leichten, kurzen Messe von Stefan Trenner sowie “Gott, wir vertrau`n dir diesen Menschen an” und “Herr, du bist mein Leben” aus dem Gotteslob einstudiert. Ingrid Kuhn interpretierte an der Orgel Stücke von Robert Jones, Georg Friedrich Händel, Henry Smart und Joseph Rheinberger.

Zum Abschluss des Requiems versammelte sich die Geistlichkeit vor dem Altar, um mit dem gesungenen „Salve Regina“ „Trost im Tal der Tränen zu finden“.

Die Homepage des Pfarrverbandes Künzing (www.pg-kuenzing.de) bietet der Bevölkerung Gelegenheit, ihre Anteilnahme in einem Kondolenzbuch niederzuschreiben.

 

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