Priesterweihe 2022 in Passau

Priesterweihe 2022 in Passau
Bosanyi, Jell und Kolars sind Neupriester!

 

Am 25. Juni sind die drei jungen Männer Peter Bosanyi, Stefan Jell und Jan Kolars von Bischof Stefan Oster SDB im Passauer Stephansdom zu Priestern geweiht worden. Die Weiheliturgie konnte erstmals seit Beginn der Coronapandemie nahezu ohne Einschränkungen gefeiert werden.

Die Pries­ter­wei­he ist für die Kir­che von Pas­sau zwei­fels­oh­ne einer der Höhe­punk­te im Jahr. Heu­er ganz beson­ders, weil sich unser Bis­tum über gleich drei neue Pries­ter freu­en kann. Peter Bosanyi, Ste­fan Jell und Jan Kolars hei­ßen die drei jun­gen Män­ner (alle­samt Jahr­gang 1993), denen Bischof Ste­fan Oster im Rah­men einer fei­er­li­chen Wei­he­lit­ur­gie am Sams­tag, den 25. Juni im Pas­sau­er Ste­phans­dom das Wei­he­sa­kra­ment gespen­det hat. Mit einem Wort des beson­de­ren Dan­kes, sich in den Dienst Got­tes und der Men­schen neh­men zu las­sen, wand­te sich Bischof Ste­fan ein­gangs an die drei Kan­di­da­ten: ​Gera­de in der heu­ti­gen Zeit…“

 

Die Welt braucht Priester – Predigt

In sei­ner Pre­digt ging Bischof Ste­fan zen­tral auf das Pries­ter-Sein heu­te ein und zog dies­be­züg­lich die Pri­miz­sprü­che der drei Neu­pries­ter her­an. Die Kir­che erle­be wie die gan­ze Mensch­heit all­ge­mein aktu­ell eine Kri­sen­zeit mit Miss­brauchs­the­ma­tik, der Aus­tritts­wel­le, der Coro­na­pan­de­mie und dem Ukrai­ne­krieg usw. Begrün­det wer­den kön­ne dies durch die ​gefühl­te Abwe­sen­heit Got­tes in der Welt“, so der Bischof. Dazu tra­ge auch die media­le Ablen­kung bei, die den Tief­gang und die wirk­li­che Begeg­nung mit ande­ren schwe­rer mache. Davon aus­ge­hend lau­te­te sei­ne Fra­ge: ​Wofür brau­chen wir Pries­ter?“ Mit einer kla­ren Ant­wort: ​Er hat den Auf­trag, Got­tes lie­ben­de und ver­ge­ben­de Gegen­wart in der Welt zu bezeu­gen.“ Gera­de die Kir­che heu­te und die ​oft so unver­söhn­te Welt“ brau­che Pries­ter als Zeu­gen Got­tes in der Welt ganz beson­ders. Spe­zi­ell an den Neu­pries­ter Peter Bosanyi gewandt mit des­sen Pri­miz­sprich ​Die Wahr­heit in Lie­be ver­kün­den“ mein­te er: ​Ich wün­sche Ihnen sehr, dass Sie sich den Inhalt tie­fen Pri­miz­wor­tes immer neu erbe­ten und mit einem fro­hen Lebens­zeug­nis erfül­len kön­nen. Dann wird deut­lich wer­den, dass auch Sie selbst durch Got­tes Lie­be beru­fen sind, sein Kunst­werk zu wer­den.“ Und Ste­fan Jell, in des­sen Pri­miz­spruch es heißt ​Im Kreuz Jesu sol­len wir uns rüh­men“, wünsch­te er dies­be­züg­lich: ​Sie haben Freu­de an der Lit­ur­gie und ich freue mich, wenn durch Sie in der Lit­ur­gie die Grö­ße der Lie­be Chris­ti so auf­scheint, dass man zugleich spürt, in wel­cher Demut sie zu uns kommt.“ Jan Kolars schließ­lich hat den Pri­miz­spruch gewählt: ​Ich habe euch ein Bei­spiel gege­ben, damit auch ihr so han­delt, wie ich an euch gehan­delt habe.“ Ihm gab er mit auf den Weg: ​Ich weiß, dass Sie wirk­lich ein Herz für die Armen haben – und ich freue mich sehr, wenn auch in Ihrem Pries­ter­sein die­ser Aspekt des Lebens Jesu zum Leuch­ten kommt.“ An alle drei jun­gen Män­ner appel­lier­te Bischof Ste­fan, sich als Pries­ter stets Gemein­schaft zu suchen und sich täg­lich genug Zeit für das Gebet ein­zu­räu­men. Denn: ​Am Ende wird nur er (Jesus) euch tra­gen.“ Sein Dank galt schließ­lich allen, die die drei neu­en Pries­ter in ihr Gebet ein­schlie­ßen. ​Und euch Drei­en dan­ke ich beson­ders, dass Ihr ​Ja’ gesagt habt. Amen.“

 

War­um habt ihr mich gesucht? Wuss­tet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was mei­nem Vater gehört?”

Lukasevangelium (Lk 2,49)

Feierliche Weiheliturgie

Erst­mals seit Beginn der Coro­na­pan­de­mie konn­te der fei­er­li­che Wei­he­ri­tus, Kern der Pries­ter­wei­he, nahe­zu ohne Ein­schrän­kun­gen abge­hal­ten wer­den. Das Ver­spre­chen der Kan­di­da­ten, die Aller­hei­li­gen­li­ta­nei, die Hand­auf­le­gung, das Wei­he­ge­bet, das Anle­gen der lit­ur­gi­schen Gewän­der, die Sal­bung der Hän­de mit Chri­sam­öl, die Über­ga­be von Kelch und Pate­ne, die Umar­mung der Neu­pries­ter und schließ­lich der Frie­dens­gruß ver­lie­fen wie gewohnt ganz der Tra­di­ti­on getreu. Fast nichts erin­ner­te an die Pan­de­mie­zeit, was maß­geb­lich dazu bei­trug, dass die drei jun­gen Män­ner ihren gro­ßen Tag ohne Abstri­che erle­ben und genie­ßen konn­ten. ​Ich habe die Pries­ter­wei­he sehr emo­tio­nal erlebt. Auch dadurch, dass jetzt nach Coro­na der Dom wie­der voll ist, füh­le ich mich sehr gestärkt und getra­gen. Mein per­sön­li­ches High­light waren die Aller­hei­li­gen­li­ta­nei (…) und die Hand­auf­le­gung durch den Bischof“, so Jan Kolars. Das konn­te Peter Bosanyi nur bestä­ti­gen: ​Ich fand es beson­ders fas­zi­nie­rend, dass seit Coro­na nun wie­der die Hand­auf­le­gun­gen durch die gan­zen ande­ren Pries­ter statt­fin­den konn­ten. Das ist etwas, das einem sehr nahe­geht und einen direkt berührt.“ Und Ste­fan Jell zeig­te sich schließ­lich vol­ler Dank­bar­keit über die­sen gro­ßen Tag: ​Dank­bar für das, was ich heu­te emp­fan­gen durf­te. Dank­bar für die, die mich bis­her beglei­tet haben. Und in freu­di­ger Erwar­tung, was mich jetzt als Pries­ter erwar­ten wird.“

 

Primizsegen und Primizen

Zum Abschluss des Got­tes­diens­tes haben die drei neu­en Pries­ter den Mit­fei­ern­den noch wie üblich den Pri­miz­se­gen gespen­det. Ihre Pri­mi­zen, und damit ihre ers­ten Hei­li­gen Mes­sen, wer­den Peter Bosanyi und Ste­fan Jell am Tag nach ihrer Wei­he am Sonn­tag, den 26. Juni und Jan Kolars eine Woche spä­ter am Sonn­tag, den 3. Juli in ihren Pfar­rei­en in Vorn­bach am Inn, Weg­scheid und Neu­schö­nau fei­ern. Die Ter­mi­ne im Ein­zel­nen mit allen Infor­ma­tio­nen sowie einer kur­zen Vita der drei neu­en Pries­ter fin­den Sie hier:

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Quelle: Bistum Passau
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