Soldatengräber sind die großen Prediger des Friedens

„Soldatengräber sind die großen Prediger des Friedens“
Drei Festakte in der Gemeinde Künzing
zum Tag des „Gedenkens und der Mahnung“

Künzing

Wegen der Coronalage ohne Bläserensemble wurde in der Gemeinde Künzing an den Kriegerdenkmälern an die gefallenen und vermissten Soldaten der Kriege sowie aller Opfer von Gewaltherrschaft und Terror im Rahmen der Feierlichkeiten zum Volkstrauertag gedacht.
Ein Wortgottesdienst in Wallerdorf am Samstagabend sowie jeweils ein Gottesdienst am Sonntagmorgen in Künzing und Forsthart gingen den Festakten voraus.
Gemeindeoberhaupt Siegfried Lobmeier erinnerte an diesem „Tag des Gedenkens und der Mahnung“ schwerpunktmäßig an die Grauen des Zweiten Weltkrieges, vor denen „keine Familie verschont geblieben ist“. 1945 betitelte er als „Epochenjahr“, welches die Geschehnisse in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts prägte bis hin zum Mauerfall und dem Ende des Kalten Krieges. Friede könne nur gewahrt werden, wenn ein jeder aktiv dafür eintrete, appellierte der Bürgermeister. „Soldatengräber sind die großen Prediger des Friedens“ zitierte er abschließend den bekannten Philosophen und Theologen Albert Schweitzer.

Pastoralreferent Rudolf Leimpek fand bewegende und tröstende Worte bei seiner Ansprache in der Herz-Jesu Kirche. Im Anschluss versammelten sich alle Gottesdienstbesucher und dritter Bürgermeister Herbert Lauerer vor dem Kriegerdenkmal.

In Künzing sowie in Forsthart zelebrierte Pfarrer Alfred Binder mit eindringlichen Worten einen feierlichen Gottesdienst. An den Kriegerdenkmälern mahnte der Geistliche, „Geschichte ist nicht abgeschlossen, eine Vergangenheit, die uns nichts mehr angeht und nicht mehr berührt. Wir können die Zukunft gestalten und mit unseren Gebeten Gott bitten, dass sie sich hin zum Guten wende.“
In Künzing begrüßte Lobmeier im Besonderen seinen Stellvertreter Franz Ameres und Bundestagsabgeordneten Thomas Erndl.
Mit einem Schweigemarsch zogen Pfarrer Binder und der liturgische Dienst, Bürgermeister Lobmeier, MdB Bartl Kalb und Vereinsabordnungen zum Gedenken von der Kirche an das Kriegerdenkmal in der Ortsmitte von Forsthart. Drei Salutschüsse beendeten dort die Feierlichkeiten.
Siegfried Lobmeier legte jeweils im Beisein der örtlichen Kriegervereine und Feuerwehren einen Kranz nieder, der von Pfarrer Alfred Binder und Pastoralreferent Rudolf Leimpek gesegnet wurde. Einen weiteren Kranz legte in Künzing Johann Haböck, Vorstand der Krieger- und Reservistenkameradschaft, nieder.

    

Quelle: Brumm / pnp

 

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