Stabwechsel beim Frauen- und Mütterverein Künzing

Stabwechsel beim Frauen- und Mütterverein Künzing

Olga Brumm verlässt nach 18 Jahren die Vorstandschaft
Neues Team plant bereits erste Termine

Künzing

 

Mit viel Humor und guter Laune trafen sich nach langer Zwangspause Mitglieder des Frauen- und Müttervereins Künzing endlich einmal wieder zu einer Jahreshauptversammlung. Urgestein Olga Brumm stellte nach 18 Jahren in der Führungsriege ihr Amt zur Verfügung. Bevor beim „Dorfwirt“ die neuen Weichen gestellt wurden, dankte sie Pfarrer Alfred Binder für die feierliche Gestaltung des vorangegangenen Gottesdienstes und begrüßte Bürgermeister Siegfried Lobmeier.  Nach einer Gedenkminute für verstorbene Mitglieder legte Olga Brumm ihren Rechenschaftsbericht für die Jahre von 2019 bis 2022 ab.

Wie aktiv der Frauen- und Mütterverein in pandemiefreien Zeiten ist, belegte der Rückblick auf das Jahr 2019: Ausflüge und Betriebsbesichtigungen, die Abwicklung von Maiandachten, vereinsinterne Feierlichkeiten, Nähkurse oder die Beteiligung an Festen der örtlichen Vereine und kirchlichen Terminen ließen keine Langeweile aufkommen.

Dem Tatendrang der Frauen setzte Corona im Frühjahr 2020 ein abruptes Ende. Bereits geplante Aktivitäten wie ein Ausflug, die Feier einer Maiandacht, die Muttertagsfeier oder ein „Adventssingen“ im Pfarrgarten Künzing mussten ersatzlos aus dem Kalender gestrichen werden. Besonders schmerzlich war bei allen Einschränkungen, dass man sich aufgrund staatlicher Bestimmungen bei Beerdigungen nicht in gewohnter Weise von verstorbenen Vereinsmitgliedern verabschieden konnte. Im Mai vergangenen Jahres bewies die Vorstandschaft mit einem kleinen Engel als Geschenk und einer Grußkarte den Mitgliedern, dass auch schwierige Zeiten den Zusammenhalt nicht untermauern können. Mit einer Radltour, der Spende von Sweatshirts an die Künzinger Ministranten und der Gestaltung des Weltgebetstages griff man die Aktivitäten Schritt für Schritt wieder auf. Im Dezember 2021 wurde dem „Ronald McDonald Haus Passau“ und dem Förderverein „Kraki“ der Kinderklinik Deggendorf jeweils ein Scheck in Höhe von 500 € überreicht. Vor einigen Wochen nahm eine Fahnenabordnung des Vereins an dem Gedenkrequiem in Forsthart für den verstorbenen BGR Pfarrer Otto Egger teil.

Im Berichtszeitraum traf sich die Vorstandschaft zu zehn Ausschusssitzungen. Ganze 65 mal wurde seit der letzten Jahreshauptversammlung Mitgliedern zu einem „runden“ Wiegenfest gratuliert. Aktuell gehören dem Frauen- und Mütterverein Künzing 270 Mitglieder an, davon sind 48 Damen Ehrenmitglieder.

Olga Brumm sprang bei dem Blick auf die finanzielle Situation des Vereins für die entschuldigte Kassiererin Stephanie Eringer ein. Da der Verein unter kirchlicher Trägerschaft steht und somit sämtliche Belege an das Verwaltungszentrum Osterhofen weiterleitet, entfiel die standardmäßige Kassenprüfung durch Beate Winberger und Renate Haberl. Letzte Amtshandlung der scheidenden Vorsitzenden Brumm war die Überreichung einer Spende in Höhe von 200 € an Mesnerin Katharina Weinfurtner.  Damit finanziert der Verein, wie bereits in vorangegangenen Jahren, den Blumenschmuck für das Heilige Grab am Karfreitag.

Bei der anschließenden Neuwahl der Vorstandschaft stellte Olga Brumm ihr Amt als 1. Vorsitzende, das sie in den vergangenen sechs Jahren ausübte, „jüngeren Händen“ zur Verfügung. Von 2004 bis 2016 fungierte Brumm als 2. Vorsitzende.  „Diese Zeit war geprägt von vielen schönen Veranstaltungen. Gemeinsam war es unser Bestreben, dem Frauen- und Mütterverein die Bedeutung zukommen zu lassen, ein kirchlicher Verein zu sein. Ich glaube, dass wir diese Einstellung alle in unserer Arbeitsweise so vorgelebt haben“, fasste sie die vergangenen Jahrzehnte zusammen. Mit dem Wunsch, dass „die Tradition und die Ausrichtung als kirchlicher Verein in der Zukunft bestehen bleibt und man stolz auf die Gemeinschaft sein könne“ verabschiedete sie sich aus der Führungsriege.

Bürgermeister Siegfried Lobmeier sprach Olga Brumm und ihrem Team „großen Respekt und aufrichtigen Dank für die hervorragende geleistete Arbeit“ aus. „In den nervenaufreibenden „Corona-Jahren“ waren es Frauen und Mütter, die Familien zusammengehalten haben“ stellte er neidlos fest. Die anschließende, reibungslose Neuwahl per Akklamation leitete das Gemeindeoberhaupt. Unterstützt wurde er dabei von Angelika Wagner und Christl Voggenreiter. Für die kommenden drei Jahre setzt sich die Vorstandschaft nach einstimmiger Wahl wie folgt zusammen:

1.Vorsitzende: Manuela Sterr

  1. Vorsitzende: Sonja Sedlmeir

Schriftführerin Regina Erndl

Kassiererin: Silvia Kufner

Beiratsmitglieder: Stephanie Eringer, Sylvia Friedenberger, Tanja Sigl, Silke Unertl, Andrea Wagner

 

Erster Schritt der frisch gewählten Vorsitzenden Manuela Sterr war die Überreichung von Abschiedsgeschenken an die ausscheidenden Vorstandsmitglieder. Neben Olga Brumm hatte Irmgard Klingseis ihren Posten als 2. Vorsitzende abgegeben. Angela Erndl hatte sich nach sechs Jahren als Ausschussmitglied ebenfalls nicht mehr zur Wahl gestellt. Der Verein sucht nach einer Nachfolgerin für Marianne Matzelsberger, die nach 23 Jahren ihren Posten als Fahnenträgerin abgab.

Pfr. Binder dankte der scheidenden Vorstandschaft für „eine schöne Zeit und eindrucksvolles Engagement“ und versicherte dem neu gewählten Team seine volle Unterstützung. „Erst wenn man durch eine Pandemie zur Untätigkeit gezwungen wird, ist einem bewusst, was im Dorfleben alles abgeht“ resümierte der Geistliche.

Mit einer Muttertagsfeier am 7. Mai und der Gestaltung einer Maiandacht in der Künzinger Kirche am 15. Mai um 19.00 Uhr stellt sich die neue Vorstandschaft den ersten Herausforderungen.

 

 

Quelle: Brumm / pnp
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