Jahrtag Krieger- und Soldatenverein und RK

Krieger- und Soldatenverein und Reservistenkameradschaft feiern Jahrtag

Mahnende Worte für Frieden von Bürgermeister Siegfried Lobmeier

Forsthart

Am Pfingstmontag feierten der Krieger- und Soldatenverein und die Reservistenkameradschaft Forsthart gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr, der Spielvereinigung und der Wasserwacht ihren Jahrtag. Geräuschvoll starteten die Feierlichkeiten Punkt 6.00 Uhr mit dröhnenden Salutschüssen aus einer Kanone. Gut drei Stunden später empfingen die Gastgeber unter den Klängen der Vilstal-Blaskapelle die Gäste am Gasthaus „Zum Hanslwirt“. Gemeinsam marschierte man unter der Zugführung des Kommandanten des KSV, Willi Ammer, durch den Ort zur St.-Michael Kirche. Dort wurden die Vereinsmitglieder und Ehrengäste von Pfarrer Franz Schollerer, der Ortspfarrer Alfred Binder vertrat, und den Ministranten begrüßt. Den feierlichen Gottesdienst umrahmte die Blaskapelle mit den Stücken der Schubertmesse. Beim anschließenden Festakt am Kriegerdenkmal segnete Pfarrer Schollerer die Mahnstätte und betete für die Gefallenen der beiden Weltkriege und für Frieden auf der Welt.

Die Rede von Bürgermeister Siegfried Lobmeier am Kriegerdenkmal hatte in Hinblick auf den grausamen Angriffskrieg auf die Ukraine, den anhaltenden blutigen Bürgerkrieg in Syrien, die militärische Eskalation im Gaza -Streifen oder die Schreckensherrschaft der Terroristen des islamischen Staates im Irak traurige Aktualität. Rücksichtlos werden dabei Schulen und Krankenhäuser bombardiert. Zu den Opfern zählen unschuldige Zivilisten, Frauen und Kinder „Die Welt ist in den letzten Jahren nicht friedlicher geworden“ beklagte das Gemeindeoberhaupt. Lobmeier zitierte den österreichischen Schriftsteller Karl Kraus, der hat in seinem im Jahr 922 erschienenem Werk „Die letzten Tage der Menschheit“ schrieb: „Alles was gestern war, wird man vergessen haben. Was heute ist nicht sehen. Was morgen kommt nicht fürchten. Man wird vergessen haben, dass man den Krieg verloren, vergessen haben, das man in begonnen, vergessen, dass man in geführt hat. Darum wird er nicht aufhören.“ Diese Worte fordern uns auf, den Jahrtag gleichermaßen zum Gedenken als auch zur Mahnung zu begehen. Die gemeinsame Erinnerung an die Millionen von Toten am Jahrtag in muss uns die persönliche Aufforderung sein, tagtäglich den Weg des Friedens zu gehen – ein Weg der lang und beschwerlich, aber darum nicht weniger lohnenswert ist, schloss der Bürgermeister seine eindringliche Ansprache.

Es folgte eine Gedenkminute mit Salutschießen, das Lied vom „Guten Kameraden“ und das Spielen der Nationalhymne. Nach dem Festzug im Ort und den Fahnenmarsch versammelten sich alle Teilnehmer im Gasthaus Zum Hanslwirt.

In Vertretung für den Vorstand vom KSV Alois Maierhofer begrüßten Josef Grubauer und Gerhard Leberfinger die Gäste und dankten der Freiwilligen Feuerwehr Forsthart für die vorbildliche Sicherung der Straßen beim Umzug. Den Grüßen schloss sich der Vorsitzende der RK, Alfons Hartl, an und danke den Gästen für die zahlreiche Beteiligung am Jahrtag. Besonders danke er dabei der Fahnenmutter, die die RK bei vielen Anlässen begleitet.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden Mitglieder für ihre jahrzehntelange Treue geehrt. Mit gemütlichem Beisammensein unter den Klängen der Blaskapelle klang die Veranstaltung am frühen Nachmittag aus.

 

Geehrt wurden:

Für 10 Jahre Mitglied, Georg Eder

für  20 Jahre Hubert Hartl und Johann Högerl

für 30 Jahre Willi Ammer

für 35 Jahre Josef Öller und Josef Eiblmeier

für 40 Jahre Franz Baumgartner

für 55 Jahre Heinrich Fischer

für 60 Jahre Franz Bier sen. und Ernst Schartner

für 65 Jahre Johann Hackenbuchner (einer der letzten Kriegsteilnehmer des Vereins)

 

Ehrengäste: H. H. Pfarrer Franz Schollerer, Bürgermeister Siegfried Lobmeier, Schirmherr Bartholomäus Kalb MdB a. D., die Fahnenmutter der RK Annemarie Maierhofer, Ehrenbürger Franz Ecker, und die Ehrenringträger Siegfried Brumm und Alfons Hartl.

 

 

Quelle: Brumm / pnp
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