
Teilnehmen am ewigen Leben
Die Weihnachtsbotschaft 2025 von Bischof Stefan Oster SDB.
Wir können das Weihnachtsgeschehen entweder aus der Beobachter- oder der Teilnehmerperspektive erleben – die Geburt Jesu Christi also nur von außen betrachten oder aber in der Tiefe erfahren. Wenn wir das Jesuskind als Teilnehmer anbeten und es uns ans Herz legen lassen, geht auch in uns das ewige Leben auf. Das betont Bischof Stefan Oster SDB in seiner Weihnachtsbotschaft 2025.
Der Bischof bezieht sich damit auf ein Bild von der Verkündigungsbasilika in Nazareth, die er im Frühjahr besuchte. In dieser Grotte ist Maria der Engel erschienen und hat ihr die frohe Botschaft verkündet, dass sie ein Kind empfangen wird, erklärt Bischof Oster. „Ich stand davor und habe gedacht: Hier hat alles angefangen, wofür du gehst, wofür du lebst, wofür du verkünden willst. Hier an diesem Ort hat es begonnen.“ In der Philosophie unterscheide man zwischen Teilnehmerperspektive und Beobachterperspektive, zu der wir Menschen eher neigten, so der Bischof. Ein Geschehen könnten wir nur anschauen oder aktiv daran teilnehmen, wie damals die Hirten von Bethlehem, die vor dem Jesuskind niederfielen oder die Magier aus dem Morgenland, die es anbeteten. „Je mehr wir in die Teilnehmerperspektive finden und uns gewissermaßen dieses Kind wirklich ans Herz gehen und nahegehen lassen, in dem Maß nehmen auch wir teil an dem Leben, das dieses Kind bringt, am ewigen Leben.“ Damit wünscht der Bischof allen Gläubigen im Bistum Passau und darüber hinaus Gottes Segen und gesegnete Weihnachten.
Podcast zur Weihnachtsbotschaft 2025
„Etwas von dem möge in Ihnen an Weihnachten passieren: die Teilnehmerperspektive, die Anbetung des Kindes, das „Sich das Kind geben und ans Herz legen“-Lassen. Dann geht auch in uns das ewige Leben auf, immer wieder neu. Es wächst in uns, es wird Licht in uns. Es wird Hoffnung in uns.”
Quelle: Bistum Passau

