
Jugendfußwallfahrt 2026
Vom 16. bis 18. April 2026 machen sich wieder mehrere tausend junge und junggebliebene Menschen aus dem ganzen Bistum Passau zu Fuß auf den Weg nach Altötting. Und in diesem Jahr unter ganz besonderen Vorzeichen: Die Jugendfußwallfahrt feiert ihr 80-jähriges Jubiläum. Seit 1946 pilgern Generationen von Jugendlichen, Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern, Familien und ganzen Pfarreien zur Gnadenmutter, um zu beten, zu singen, Gemeinschaft zu erleben und Kraft für ihren Alltag zu schöpfen.
„Ankommen. Aufbrechen. Gott ist der Herr auch unserer Zeit!“ – unter dieses Motto stellen der BDKJ Diözesanverband Passau und das Bischöfliche Jugendamt die Jubiläumswallfahrt. Der Satz greift ein historisches Wort aus dem Bistumsblatt vom 7. Juli 1946 auf, in dem die erste Jugendwallfahrt nach den Schrecken der NS-Zeit bewusst als religiöses und politisches Zeichen angekündigt wurde: „An diesen beiden Tagen muß es sich erweisen, daß wir gründlich mit der Vergangenheit brechen wollen, die alles frohe Ziehen zum Herrn der Kirche verlachte, daß wir wieder in uns aufkommen lassen den Mut zum Bekenntnis, das frohe Tragen von Entbehrungen und die Kraft, einzutreten vor aller Welt für unsere Überzeugung. Wir sind bereit, rufen es weit, Gott ist der Herr auch unserer Zeit!“
Damals zogen Mädchen und Burschen noch an getrennten Tagen nach Altötting, heute sind sie als großer gemeinsamer Zug unterwegs. Die Jugendfußwallfahrt ist weit mehr als ein großer Wanderausflug: Sie ist ein starkes Glaubenszeichen, das seit 80 Jahren Menschen verbindet und ihnen hilft, ihr Leben mit allem Schönen und Schweren zum Kapellplatz mitzunehmen. „Wer in Altötting ankommt, der bekommt Kraft zum Aufbrechen“, heißt es im Vorwort des Wallfahrtsheftes.
Organisiert wird die Jugendfußwallfahrt wie gewohnt vom BDKJ der Diözese Passau und dem Bischöflichen Jugendamt in enger Zusammenarbeit mit den katholischen Jugendverbänden und den kirchlichen Jugendbüros. Auf fünf Routen machen sich die etwa 6.000 Menschen aus der ganzen Diözese in Richtung Gnadenort auf den Weg. Die Vorbereitungen laufen seit Herbst 2025 auf Hochtouren, die Wallfahrtsleitung und ihre Teams arbeiten intensiv am Ablauf, der geistlichen Gestaltung und an den vielen organisatorischen Details, die eine solche Großveranstaltung erfordert.
Unterwegs prägen Gebetszeiten, Stationen mit Impulsen, Zeiten der Stille und das gemeinsame Singen aus dem Wallfahrtsbuch „Wo ich auch gehe…, Du bist mir nah!“ die Tage. Nach jeder Pause wird eine Statio gefeiert, in denen persönliche Gebetsanliegen vor Gott getragen werden können. Die entsprechenden Texte und Lieder finden sich in diesem Jahr im Wallfahrtsheft mit einem Liederanhang.
Zugleich legen die Verantwortlichen großen Wert auf ein achtsames Miteinander. „Es ist uns ein Anliegen, dass die eigenen persönlichen Grenzen und die der anderen geachtet werden“, berichtet Veronika Pongratz. Sollte es zu grenzverletzenden Situationen kommen, können sich die Teilnehmenden an die Notfallnummern der jeweiligen Route wenden, die im Wallfahrtsheft veröffentlicht sind.
Wichtige organisatorische Hinweise betreffen auch Sicherheit und Verkehr: Die Ordnerinnen an der Zugspitze sorgen dafür, dass der Wallfahrtszug geschlossen bleibt und alle gut in Altötting ankommen – sie dürfen nicht überholt werden. Personen, die sich außerhalb des Wallfahrtszuges bewegen oder als „Vorausgeher/innen“ vorangehen, tun dies auf eigenes Risiko und haften gegebenenfalls selbst. Die Verantwortlichen bitten eindringlich, die Anweisungen der Wallfahrtsleitung, der Ordner/innen und der Polizei zu beachten, um Unfälle zu vermeiden und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
Verpflegung und Quartiere: Alle Wallfahrerinnen und Wallfahrer werden gebeten, ausreichend Wasser und Getränke für den ganzen Tag im Tagesrucksack mitzunehmen. Der Wallfahrtszug wird von Bussen begleitet; wer eine Gehpause benötigt, kann gegen einen Unkostenbeitrag von 1,00 Euro pro Etappe mitfahren. Am Freitagabend gibt es in Pfarrkirchen, Malching und Ering Quartiere für die Wallfahrenden. Außerdem können in den umliegenden Pensionen eigenständig Zimmer gebucht werden. Vor allem auf der Route Passau werden zu privat gebuchten Quartieren auch Bustransfers angeboten.
Busverbindungen: Es werden, wie in jedem Jahr, die Buslinien nach Hause und zu den Quartieren angefragt. Auf der Homepage des BDKJ Passau können die möglichen Buslinien eingesehen werden. Zum Teil ist eine Voranmeldung beim Busunternehmen selbst notwendig.
Das Kreuz der Jugendfußwallfahrt: Das Wallfahrtskreuz ist, wie das Wallfahrtsbuch vorab und während der Wallfahrt erhältlich. Die Kreuze werden für 9,00 Euro verkauft. Der Vorverkauf in den Jugendbüros, im Domladen in Passau und im Tourismusbüro in Altötting startet Mitte März. In diesem Jahr werden die Kreuze in den Wolfsteiner Werkstätten in Freyung produziert. Mit den Erlösen werden die Kosten der Jugendfußwallfahrt teilweise gedeckt.
Das Soziale Projekt: Die Kollekten der Anfangsgottesdienste werden an das Soziale Projekt „InnNatur“ gespendet. Damit soll deutlich werden, dass die Wallfahrt nicht nur den eigenen Glauben stärkt, sondern auch konkrete Solidarität mit Menschen in Not zeigt. Weitere Details zum Sozialen Projekt finden sich im Wallfahrtsheft.
In Altötting endet die Jugendfußwallfahrt nach der Lichterprozession am Samstagabend. Die Busse warten bis nach der Prozession auf die Wallfahrerinnen und Wallfahrer und fahren vom Parkplatz an der Griesstraße ab. Vor der Basilika St. Anna ist am Samstag von 16.00 bis 22.00 Uhr ein Infopoint eingerichtet, an dem Kreuze und Wallfahrtsbücher gekauft, Fundsachen abgegeben oder abgeholt und Fragen zum Ablauf in Altötting geklärt werden können. Das BRK bietet im Dekanatshaus (Kapellplatz 8) sowie vor der Basilika St. Anna eine medizinische Versorgung an. Gepäck kann nach dem Einzug vor der Basilika abgeholt und während Abschlussgottesdienst und Lichterprozession am Infopoint deponiert werden.
Weitere Informationen zu Routen, Buslinien, Anmeldungen für Übernachtungen sowie zu allen organisatorischen Fragen sind im Wallfahrtsheft und auf der Homepage des BDKJ Passau zu finden. „Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit vielen jungen Menschen auch in diesem Jubiläumsjahr wieder unterwegs zu sein – im Vertrauen darauf, dass Gott der Herr auch unserer Zeit ist“, so die Verantwortlichen der Jugendfußwallfahrt.
@Quelle: BDKJ

